Sonntag, 13. November 2016

Negativserie des FC Eislingen hält an

Geislingen gewinnt das Derby in Eislingen


Ganz im Zeichen des Abstiegskampfes stand das Lokalderby zwischen dem 1.FC Eislingen und dem SC Geislingen. Am Ende stand ein 2:0 Auswärtssieg für die Gäste aus Geislingen mit dem der SC seinen Aufwärtstrend der vergangenen Wochen fortsetzte, während die Talfahrt des 1.FC Eislingen anhält.


Schon frühzeitig gingen die Gäste vor 300 Zuschauern auf dem Eislinger Kunstrasenplatz in Führung. Wie vergangene Woche in Heiningen brachte den FC erneut ein Eckball und damit ein Standard auf die Verliererstraße.

Bao Viet Nguyen konnte in der 4. Spielminute fast unbedrängt zwischen den staunenden Eislingern einköpfen. Als sich der FC nach frühem Rückstand begann etwas zu sortieren, zappelte das Leder erneut im Eislinger Netz. Umut Sat wurde mit einem Steilpass auf die Reise geschickt und ließ sträflich freistehend FC-Torhüter Norman Volber keine Abwehrmöglichkeit. Gespielt waren da gerade 14 Minuten. Geislingen wirkte von Beginn an zielstrebiger, entschlossener gegen eine besonders im Defensivverhalten äußerst anfällige, verunsicherte Eislinger Mannschaft. Gefahr für das Tor der Gäste ging lediglich nach einem Kopfball von Roberto Forzano aus, der am Außennetz des Geislinger Tores landete.

Kurz vor dem Seitenwechsel hätte der FC beinahe den Anschlusstreffer erzielt. Nach einem Eckball von Deni Kalfic getreten, kam der aufgerückte Abwehrspieler Robin Reichert zum Kopfball doch Geislingens Torhüter Jonas Pangerl lenkte das Spielgerät über den Querbalken. FC-Trainer Michael Kuhn reagierte auf die schwache Vorstellung seiner Elf und brachte mit Marius Kaufmann für Nicolas Schreiber einen offensiven Spieler aufs Feld. Eislingen bemühte sich in der Folgezeit um den Anschlusstreffer doch die Gäste waren mit ihren Kontern allemal gefährlicher als der FC. 
So musste FC-Schlussmann Volber gegen den freistehenden eingewechselten Geislinger Marcel Mädel per Fußabwehr in höchster Not klären. Gespielt war da schon über eine Stunde und dem FC lief die Zeit davon gegen eine Geislinger Mannschaft die es versäumte die sich bietenden Konterchancen konsequent zu Ende zu spielen. So verfehlte in der Schlussviertelstunde ein Schuss von Eislingens Reichert knapp sein Ziel und ein Schuss, von Deni Kalfic abgegeben, setzte auf der Latte des Geislinger Tores auf. Geislingen zog mit diesem Auswärtssieg am FCE in der Tabelle vorbei. 

Die Torflaute bei den Blau-Weißen hält an. Die Elf von Trainer Michael Kuhn ist nun mehr seit 575 Minuten ohne Torerfolg und verlor die letzten sechs Landesligabegegnungen allesamt.

FC Eislingen - SC Geislingen 0:2 (0:2)


1.FC Eislingen:

Volber – Mojasevic, Söll, Schreiber (46. Kaufmann, 91. Varol), Reichert, Onwuzuruike (63. Delic), Kara (70. Tezcan), Kalfic, Nigl, Forzano

SC Geislingen:

Pangerl – Heinzmann, Grupp, Schleich (82. Krist), Falzone (55. Mädel), Sat (60. Kljajic), Nguyen, Orlando, Smaguc, Sönmez (72. Bäumel), Riedel

Schiedsrichter:

Tobias Faißt (Renningen)

Tore:

0:1 Nguyen (4.), 0:2 Sat (14.)

Zuschauer:

300




#1FCE

1. FCE - SC Geislingen 0:2 (Schnappschüsse)


























Freitag, 11. November 2016

Geislinger wissen um Leid der Eislinger - Derby in Eislingen am Samstag um 15:00 Uhr


In der Fußball-Landesliga kommt es morgen um 15 Uhr zum Derby der Torlosen, der FC Eislingen empfängt den SC Geislingen. Über Jahrzehnte gehörten beide Klubs zusammen mit dem SV Göppingen zu den Aushängeschildern des Kreises. Nun kämpfen beide in der Landesliga gegen den Abstieg. Die mageren Torausbeuten betrachtet, scheint das Resultat für den morgigen Lokalkampf programmiert. Ganze acht Mal haben die Eislinger in 14 Spielen erst getroffen. Die Geislinger brachten es auf elf Tore.

Die Geislinger haben bereits einen Trainerwechsel hinter sich, bei den Eislingern könnte selbiger bei einer weiteren Niederlage eintreffen. Seit sieben Spieltagen wartet die Mannschaft von Trainer Michael Kuhn auf einen dreifachen Punktgewinn. Schlimmer noch: Seit 450 Minuten hat sie den Ball nicht mehr im gegnerischen Gehäuse untergebracht. Die Stimmung im Team sei trotz der Pleitenserie gut, berichtet Eislingens sportlicher Leiter Thomas Rupp. „Die jüngste Niederlage in Heiningen war unglücklich. Wir haben fünf hochkarätige Torchancen nicht genutzt und hatten zwei Mal den Ausgleichstreffer auf dem Fuß. Aber ohne Tore keine Punkte.“ Rupp hofft, dass der Knoten gegen den SC platzt. Verzichten müssen die Eislinger weiterhin auf die verletzten Fabian Latzko, Anthony Fotarellis und Moritz Gutmann.

Die Geislinger wissen um das Leid der Eislinger. Sie mussten eine ähnlich lange Durststrecke überstehen. Im Gegensatz zum Lokalrivalen zeigt die Form- und Punktekurve beim Team von Trainer Jasko Suvalic nach oben, auch wenn sich dies in der Tabelle noch nicht widerspiegelt. Zwar wurde die rote Laterne nach dem 1:1 gegen den FV 09 Nürtingen an den TSV Weilimdorf weitergegeben; die erreichten zwölf Zähler taugen aber nur für Rang 14. Mit einem Sieg im Derby könnten die Abstiegsplätze verlassen werden. Mindestziel ist für Suvalic ein Punkt. „Wir haben jetzt den Anschluss hergestellt und wollen bis zur Winterpause nicht wieder ins Hintertreffen geraten.“

Wie der FC, müssen auch die Geislinger in Benni Klement, Fabian Ammon und Karlo Petricevic drei Langzeitausfälle auffangen. „Personell sieht es trotzdem wieder etwas besser aus“, sagt Suvalic. Gegen Nürtingen kehrte Uwe Grupp in die Startformation zurück, mit dem zuvor pausierenden Viet Nguyen ergibt sich eine weitere Alternative. „Er macht seine Sache sehr gut“, lobt Suvalic den Wiedereinsteiger. Aber auch ein anderer Akteur spielte sich aus der Versenkung in den Vordergrund: Der lange verletzte und dann in der zweiten Mannschaft aushelfende Nicola Orlando gehörte in den vergangenen Spielen zu den Stützen des Teams und entpuppte sich als einer der Leitwölfe. „Er spielt eine zentrale Rolle“, hofft Suvalic auf weitere Initialzündungen des 24-Jährigen, der in den vergangenen Partien auf die Sechserposition rückte.

Morgen wird noch nicht über Auf- und Abstieg entschieden. Ein halbes Jahr später, wenn SCG und FCE am letzten Spieltag im Eybacher Tal im Rückspiel aufeinandertreffen, sieht es anders aus. Dann könnte es im direkten Duell um alles und im schlimmsten Fall für beide zurück in die Bezirksliga gehen. Frank Höhmann

NWZ- Frank Höhmann

Samstag, 5. November 2016

Derby zum Frühshoppen (11:00 Uhr) in Heiningen

Ich hätte nicht damit gerechnet, dass es diese Paarung in diesem Spieljahr geben könnte“, sagt Maik Lissner zum Landesliga-Duell zwischen dem FC Heiningen und seinem FC Eislingen. Als Lissner in der vergangenen Winterpause nach Eislingen wechselte, ging er zwei Spielklassen nach unten: „Ich dachte, Heiningen hält die Verbandsliga auf alle Fälle, die Qualität dafür war vorhanden. Mit dem Eislinger Aufstieg rechnete ich.“



Sind die Blau-Weißen und Schwarz-Gelben nun zwar in derselben Liga, so trennen die Vereine doch Welten, wenn man Personal und Klassement betrachtet. „Bei Heiningen gab es eine große Fluktuation, aber von den Einzelspielern her sind sie weiterhin stark besetzt“, sagt Lissner über seinen Ex-Klub. „Ob sie den direkten Wiederaufstieg schaffen, wird davon abhängen, wie die Spieler als Team vollends zusammenwachsen. Die individuelle Qualität für den Aufstieg ist da“, meint er über die Landesliga-Torfabrik.

Gelangen der Flitsch-Elf bereits 32 Tore, so sind die Eislinger mit nur acht eigenen Treffern das Gegenstück. Keine Tore, keine Punkte – auf diese Formel lässt sich das Dilemma der Kuhn-Truppe bringen. „Wir haben nur wenige, aber doch zwei, drei hundertprozentige Chancen pro Spiel. Aber diese verwerten wir nicht, wir sind vor dem Tor nicht zwingend genug“, beschreibt der 30-Jährige die Problematik. Dabei sei die FCE-Offensive „eigentlich gut besetzt“, liegt es für Lissner nicht an der individuellen Klasse. Unabhängig von den Gründen für die Torflaute muss das Problem gelöst werden, sonst droht der abermalige Gang in die Bezirksliga  – was verhindert werden soll. „Wir wollen eben beweisen, dass wir keine Fahrstuhl-Mannschaft sind“, erklärt Lissner. Neben ihm haben auch Torhüter Norman Volber, Deni Kalfic, Moritz Gutmann und Roberto Forzano eine Heininger Vergangenheit. „Für mich ist die Partie etwas Besonderes, es herrscht Vorfreude. Gegen den Ex-Klub ist die Motivation  besonders groß“, hält der beidfüßig starke Lissner fest und hofft auf eine Überraschung in der Intertex-Arena: „Ich bin mir sicher, wenn wir das Tor treffen, platzt bei uns der Knoten. Am besten schon am Sonntag.“ Mit seinen 30 Jahren besitzt Maik Lissner schon über ein Jahrzehnt Landesliga-Erfahrung und trug über viele Jahre das Trikot des GSV Dürnau (aktuell Kreisliga A) und des TSV Bad Boll, der am Sonntag, 14.30 Uhr, im  Erlengarten den Vierten SG Bettringen erwartet. „Im Vergleich zu früher ist der Landesliga-Fußball sehr viel taktischer und vom Kopf her schneller geworden“, berichtet er von seinen Erfahrungen. Er sieht aber auch Teams, die „qualitativ schlechter“ sind als die Kontrahenten vor einigen Jahren. Für seine sportliche Zukunft hat der Routinier schon klare Vorstellungen. „Mein Plan ist, so lange und so hochklassig zu spielen, wie es meine Gesundheit ermöglicht“, verrät  Lissner, der nach der Spieler- eine Trainerkarriere ins Visier nimmt: „Den Trainerschein will ich auf jeden Fall machen.“

SWP - Andreas Böhringer 

Leistungskurven vor dem So-Spiel in Heiningen