4:3 Sieg in einem total verrückten Spiel
In einem total verrückten Spiel gelang dem 1.FC Eislingen im Floschenstadion eine Überraschung. Der FCE siegte nach 0:2 und 1:3 Rückstand beim favorisierten VfL Sindelfingen noch mit 4:3 Toren. Erneut musste FCE-Trainer Tim Schöller Urlaubs- und verletzungsbedingt auf einige bewährte Kräfte verzichten so waren die Kräfteverhältnisse vor 200 Besuchern im schmucken Sindelfinger Stadion auch klar verteilt.
Drei Minuten waren gespielt, da ging er gut in die Saison gestartete VfL aus Sindelfingen auch schon in Führung. Artan Ademi setzte sich auf dem Flügel entschlossen gegen Eislingens Öztürk und Köse durch, bediente Albion Dreshaj und der netzte zur frühen Führung für den Gastgeber ein.
In der Folgezeit waren die Eislinger fast ausschließlich mit Defensivaufgaben beschäftigt. In der Defensive anfällig gegen die flinken Stürmer der Gastgeber, im Mittelfeld ohne Zugriff und im Spiel nach vorne harmlos, gelang dem FC in den ersten 45 Minuten so gut wie Garnichts. Gastgeber Sindelfingen traf in der Folgezeit noch den Pfosten des Eislinger Tores und ging nach 23 Minuten mit 2:0 in Führung. VfL-Kapitän Gianluca Gamuzza zirkelte einen Freistoß aus 18 Metern über die Mauer hinweg ins Eislinger Tor.
Kurz vor dem Seitenwechsel kam der FC, mit der ersten Chance aus dem Spiel heraus, zum 1:2 Anschlusstreffer. Sindelfingens Torhüter Zivny passte bei der Spieleröffnung auf Eislingens Florijan Lutolli, der bediente Marcel Hodzic der für den FCE traf. Im Eislinger Lager keimte für eine Minute Hoffnung auf. Als dann Albion Dresaj mit seinem zweiten Treffer praktisch mit dem Halbzeitpfiff das 3:1 für die Hausherren markierte, schien der Drops gelutscht im Floschenstadion.
Nach Wiederbeginn legten die Eislinger eine bewundernswerte Moral an den Tag. Kampflos wollten die Schöller-Schützlinge das Feld dann doch nicht räumen und mit zunehmender Spieldauer kam vor allem die Abteilung „Jugend forscht“ beim FCE immer besser ins Spiel.
In der 56. Spielminute erreichte ein langer Diagonalpass von Haydar Öztürk, Robin Pauen und der hob das Leder über den erneut falsch postierten Sindelfinger Torhüter Zivny ins Netz. Florijan Lutolli, die Gebrüder Felix und Lennard Weisl und Dominik Cseri störten mit enormer Lauf- und Einsatzbereitschaft die Hausherren immer wieder im Spielaufbau und eroberten die Bälle. Zwangsläufig boten sich dem FC gegen einen nachlassenden Gegner immer mehr Räume zum kontern.
In der 65. Spielminute gelang Dominik Cseri nach Zuspiel von Robin Pauen der 3:3 Ausgleich und der FC konnte noch nachlegen.
Der eingewechselte Kevin Gromer tütete in der 78. Spielminute die drei Punkte in einem denkwürdigen Spiel, mit zwei total unterschiedlichen Halbzeiten, noch ein. Kurz vor Schluss hatten die wacker kämpfenden Eislinger das Glück auf ihrer Seite. Eine Flanke von Felix Dreher köpfte der freistehende VfL-Kapitän Gamuzza aus sechs Metern neben das Eislinger Tor.
„Meine Mannschaft hat eine tolle Moral gezeigt wenngleich wir heute auch bedenklich gewackelt haben. Uns fehlt noch die Stabilität.“, resümierte FCE-Trainer Tim Schöller und freute sich über den Sieg.
1.FC Eislingen: Kuhn – Köse, Bühler, Leonhardt, Öztürk, Lennard Weisl, Cseri (73. Gromer), Hodzic (87. Sari), Felix Weisl (81. Ahmeti), Pauen (78. Mandir), Lutolli (90.+1. Bittner).
#1FCE